Die Boote fahren (gestern) nicht mehr aus, in der Nacht fegten die Winde um die Lodge, es regnete, so dass den Fiesels nicht sicher sein konnten, ob es heute zur große Walbeobachtung kommen sollte. Der Morgen präsentierte sich dann windstill und we are good hope….
Die Golfer brachen früh auf, ohne in den Genuss des Open-Kitchen-Frühstücks zu kommen, und legten mal eben 9 Loch under African Skies hin, afrikanische Tierwelt inklusive. Zur Golfausrüstung zählen neben Driver und Eisen auch Affenabwehrinstrumente… Golfen als Safari. Die Löcher sind in ihrem Charakter poetisch anmutend beschrieben.: „If you are in the Channel, Troubles will welcome you with open arms“ …
Wir brauchten gar nicht alle vorsorglich erworbenen Bälle, so dass wir diese im Anschluss gerne verschenkten und Küsse ernteten: The old Guy will think about us all day and all night.




Pünktlich zur Waltour treffen alle dann am New Harbour ein, die Golfer werden für die anstehenden Stunden auf See mit mitgebrachten Broten und Seasick-Tabletten versorgt, die alle anderen auf Anraten der Herbergsmutter bereits eingenommen haben. Die Sonne strahlt und die Hermanusbucht liegt vor uns.
Nach Einführung über das Leben und die Gewohnheiten der Wale inklusive der täglich verschlungenen Futtermengen, mit Unterschrift bestätigten Haftungsausschlusses, falls einer vom Wal gefressen werden oder sonst wie über die Reling gehen sollte, geht es auf die Yacht und die Fiesels stechen in See….
Nichts als blaues Wasser und schaukelnder Seegang. Wir verabschieden uns im Stillen schon von dem Gedanken, Wale zu sehen, kreieren schon Blogtitel wie „Hermanus hat keine Wal“ , zitieren ein wenig aus Moby Dick und finden eine Bootsfahrt ja auch irgendwie schön.
Aber den Fiesels ist auf dieser Reise das Glück bisher sowas von hold und so sehen wir auch Wale, viele Wale und so nah am Boot, dass selbst erfahrene Walkucker wie Reinhard und Gundel nur staunen können.
Southern Right Whales sind’s, also die richtigen, die früher für Lampenöl und Korsettstangen herhalten mussten, einer so schwer wie 10 Elefanten (Wieviel ist das in Klippschliefern?). Den Bloglesern können wir natürlich wieder nur fragmentarische schwarze Flecken im Wasser präsentieren, welche als Beweis gelten können, aber nicht die allseitige Faszination wiedergeben, welche uns alle beim Anblick dieser gewaltigen Tiere ergreift.




Der Oberstwaldmeister und die Oberwaldmeisterin stammen von den Obersten im Wald ab und sind nicht mit den Oberstseemeistern verwandt und damit trotz Seasicktabletten nur bedingt seetauglich. Beide sind froh, als wir das rettende Ufer wieder erreichen. Anderen an Bord ging es noch schlechter und die von der Crew ausgeteilten Tüten wurden entsprechend gefüllt.

Apropos Tüte: Nachdem die Oberstwaldmeisters nun wieder flüssige wie auch feste Nachrung zu sich nehmen können, bestätigen sie zwar das ärztliche Bulletin in Gänze, führen zum Beweis ihres Durchhaltevermögens aber dieses Dokument an.
Und nachdem alle wieder Land gewonnen haben, gehts noch auf Wanderung, direkt am Hafen startet der Cliff Path, diesmal im Sunnesching. Dazu hier noch ein paar Bilder:





So geht der Tag mit guten Walergebnissen zu Ende. Lebt denn der alte Whale Watcher noch?
Jaaaa, er lebt noch, er lebt noch …



Wow! Ich habe nur 2 Teenies zugehört, wie sie Trinkspiele veranstalten 😂 sehr unterhaltsam, aber nicht vergleichbar 😍 somit Wärme sonnige Grüße aus Kroatien
LikeLike
Euer blog ist so toll und ich komme mir vor, als wäre ich dabei.
Und endlich für mich immer als schönstes… Tierfotos.
Brigitte wird jetzt wieder denken:
Sandra und ihre Tierliebe🤣
LikeLike