
Wer in Afrika früh aufsteht, sieht mehr. Er sieht zum Beispiel afrikanische Friedhöfe, wo sicher noch nicht jeder aus der geneigten Leserschaft schonmal war. Oder er sieht afrikanische Schöler in afrikanischen Schöleruniformen, die aussehen wie afrikanische Schölermodels.

Morgens um 07:30 ist davon übrigens abzuraten, denn der lungenmordende Feinstaubcoctail, der dem am Cleveschen Ring in Köln nicht nachsteht, ist auch hier auf den Elternparksuchverkehr zurückzuführen.
Uns zieht es weiter zu neuen Ufern. Zu südlichen Ufern. Zurück bleiben unsere Walkumpels Willi und Jonas und Daisys geliebtes Schnuffeltuch, das nun einsam an der Garderobe der Lodge hängt. Ob sie‘s jemals wiedersieht?
Wir steuern den nun wirklich südlichsten Punkt Afrikas an, wo sich der indische und der atlantische Ozean zum Five-o’clock-tea treffen. Wir landen auf Sandpisten, auf denen dann erstmal nur noch wir unterwegs sind. Donald ist heute am Steuer schüttelt die Fracht ziemlich durch, der eingelagerte Wein wird tagelange Ruhephasen benötigen, aber der Leuchtturm liegt vor uns.








Die Straßenführung in Afrika ist stets stracksgradus und das kilometerlang. Und so fahren wir durch den Tag, reißen einen Kilometer nach dem anderen ab, erreichen die long long Route 62, passieren Ronnies (Sex) Shop, auch in jedem Reiseführer erwähnt, stärken uns in der Pumpkin-Bud, um den Mond über Afrika aufsteigen zu sehn.







Unsere nächste Lodge im Wüstenflair begrüßt uns mit Feuer und Straußensteak, der lebt hier nämlich gerne und viel in Farmen und Savannen, wie auch die Meerkatze und der Gepard. Gundel hat unterwegs schon ein „gewaltiges“ Gnu gesehen.
Nach Straußen(!)-Steak und Wein setzen erste Chorgesänge am Lagerfeuer ein und die Fiesels sind ganz schön glücklich.

Und am Ende brennt das Bett, das mit Moskitohimmel. Es beschert den älteren Herrschaften (Daisy und Donald brauchen sowas nicht) eine heimelige Wärme, die sich dann als Heizdecke entpuppt.

